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Parodontitisbehandlung

Wichtig: Symptome

Weil eine Parodontitis anfangs meist keine Schmerzen verursacht und die Zahnfleischsituation im Mund oberflächlich betrachtet gesund aussieht, bemerken Sie lange Zeit nichts davon. Es treten möglicherweise nur harmlose Anzeichen wie Zahnfleischbluten auf. Daher ist eine Früherkennung wichtig. Im Zweifelsfall muss für eine detaillierte Diagnostik ein Spezialist wie wir aufgesucht werden.

Eine der häufigsten Zahn- und Munderkrankungen bei Erwachsenen ist die Parodontitis, eine entzündliche, chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates. Sie kann altersbedingt auftreten, an einem oder mehreren Zähne gleichzeitig vorkommen und in unterschiedlichen Schweregraden voranschreiten. Die Ausprägungsgrade einer Parodontitis gehen dabei von chronisch langsam bis zu aggressivem Fortschreiten und einer akuten Behandlungsnotwendigkeit.

Diese chronische Entzündung des Zahnhalteapparats ist meist die Folge einer langsamen bzw. schleichenden Zahnfleischentzündung, die oft und lange Zeit unbehandelt geblieben ist. Allerdings ist die Parodontitis nicht in allen Fällen heilbar. Meist jedoch kann eine Stabilisierung der Ist-Situation erreicht werden.

Behandlungen: gezielt und individuell

Wir können mit individuell abgestimmten und gezielten Behandlungen das Fortschreiten stoppen und so viele Zähne wie möglich erhalten.

  • Umfassende Diagnostik und individuelle Behandlungsplanung
  • Initialtherapie und Desinfektion
  • Parodontitisbehandlung
  • Befundkontrollen
  • Regeneration
  • Aufnahme in den Recall

Die Behandlungsmöglichkeiten

Vor einer Parodontitisbehandlung erfolgt eine umfassende und eingehende Diagnostik. Sie beinhaltet zum Beispiel:

  • Schriftliche Erhebung Ihrer Krankengeschichte (= Anamnese).
  • Befunderhebung (Parodontalstatus). Wir untersuchen Zähne und Zahnfleisch, überprüfen die Gesundheit Ihres Zahnhalteapparates und den Status der zahnärztlichen Versorgung (wie Anzahl der Füllungen, Art des Zahnersatzes). Dazu zählen unter anderem die Messung der Zahnfleischtaschentiefe, die Blutungsneigung des Zahnfleischs oder wie das Zahnfleischgewebe beschaffen ist.

Aus den Ergebnissen stellen wir eine vorläufige Diagnose, mit der wir die Behandlung individuell planen können. Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung verläuft eine Parodontitisbehandlung immer in mehreren zeitlichen Abschnitten.

Die Initialtherapie beinhaltet eine gründliche Reinigung Ihrer Zähne und des Zahnfleisches bei einer professionellen Zahnreinigung.

Dabei werden Zahnstein, weicher Zahnbelag und Verfärbungen (durch Kaffee, Nikotin) entfernt. Auch die Zahnfleischtaschen und die Zahnzwischenräume werden gesäubert. Anschließend erfolgen eine Zahnpolitur und eine Fluoridierung.

Full Mouth Desinfection. Die Initialphase wird auf Grundlage der Full Mouth Desinfection (FMD) durchgeführt, wobei die gesamte Mundhöhle desinfiziert wird. Unter Umständen ist es in Einzelfällen notwendig, unter örtlicher Betäubung tiefe Zahnfleischtaschen noch einmal zusätzlich zu reinigen. In der Regel erstellen wir begleitend Röntgenbilder, um den Befund noch genauer stellen zu können. Bei manchen Patienten ist außerdem die Einnahme von Antibiotika erforderlich, um bei einer besonders hohen Bakterienanzahl diese zu verringern („Antibiose“).

Je nach Ausprägung der Parodontitis führen wir eine geschlossene (nicht-chirurgische) oder offene (chirurgische) Parodontitisbehandlung durch.

Im Verlauf der Erkrankung bildet sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ein Spalt, der als Zahnfleischtasche bezeichnet wird. Bakterien finden hier einen idealen Nährboden und können den Zahnhalteapparat dauerhaft schädigen.

Ist die Parodontitis noch nicht so stark fortgeschritten, ist unter Umständen eine geschlossene Parodontitisbehandlung ausreichend. Bei einer ausgeprägteren Erkrankung folgt anschließend die offene Parodontitisbehandlung.

    Die Behandlungsmöglichkeiten:

  • Geschlossene Parodontitisbehandlung. Die entzündeten Bereiche rund um den Zahnfleischrand und in den Taschen werden gereinigt. Weiche Zahnbeläge und Zahnstein werden schonend entfernt und, falls erforderlich, entzündetes Gewebe entfernt.
  • Offene Parodontitisbehandlung. Bei einer ausgeprägten Taschentiefe ist außerdem eine offene Parodontitisbehandlung sinnvoll. Das Ziel ist es, die Taschentiefe durch die gründliche Reinigung zu verringern und das Fortschreiten der Parodontitis dauerhaft aufzuhalten. Dabei lösen wir vorsichtig das Zahnfleisch vom Zahn, reinigen die freiliegende Wurzeloberfläche und entfernen entzündetes Gewebe. Anschließend legen wir das Zahnfleisch sorgfältig wieder an den Zahn und vernähen es gegebenenfalls.

Weitere Informationen

  • Mit dem Laser sind Behandlungen heute um ein Vielfaches schonender.

Im Verlauf der Behandlung überprüfen wir in regelmäßigen Abständen, ob sie den gewünschten Erfolg zeigt. Dazu erheben wir erneut den Parodontalstatus und untersuchen mit einer Sonde die Tiefe der Zahnfleischtaschen, die Blutungsneigung des Zahnfleisches und wie das Gewebe insgesamt beschaffen ist.

Je nach Ergebnis sprechen wir individuell ab, wie wir mit der Behandlung fortfahren.

Um den Zahnhalteapparat nach einer Parodontitisbehandlung wieder festigen zu könnnen, gibt es verschiedene Maßnahmen:

Die Behandlungsmöglichkeiten

Für einen langfristigen Parodontitis-Stopp ist eine nachhaltige und profunde Erhaltungstherapie wichtig. Deshalb nehmen wir Sie in unser Recallsystem auf und sprechen engmaschige und individuelle Nachsorgetermine mit Ihnen ab. So können wir den Status der erreichten Mundgesundheit bewahren und Zähne trotz Parodontitis auf lange Sicht erhalten.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten und Informationen


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